Aktuelles - Rumänien

 

Prominente Gesichter unterstützen unsere große Kastrationsaktion in Rumänien / Targu Jiu

 

Kastrationen in der ersten Woche

4 Hündinnen

3 Katzen

2 Kater

 

 

Prominente Gesichter unterstützen unsere große Kastrationsaktion in Rumänien

 

Liebe Tierfreunde,

 

am Dienstag, den 5. Juni 2018, startet die große Kastrationsaktion, die von der Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung und dem Verein Grund zur Hoffnung e.V. geplant und organisiert wurde. 

 

Prominent unterstützt wird diese groß angelegte Aktion von Dunja Rajter, Barbara Rütting, Bernd Reisig, Sibylle Nicolai, Radost Bokel, Petra Zipp (Tasso e.V.) und Tierarzt Roger Wagner.

 

Im Auslandstierschutz sind Kastrationen unabdingbar, um die Probleme vor Ort zu lösen. Wichtig dafür sind Menge und Kontinuität. Kastrationen sind die einzige Möglichkeit, ein gefährliches und trauriges Leben auf der Straße im Vorfeld zu verhindern und die Population der Straßentiere mittel- bis langfristig dauerhaft zu reduzieren! 

 

Durch die Kastration eines weiblichen Tieres können in 3 Jahren zwischen 300 und 400 Hunde und/oder Katzen, die nicht geboren werden, vor einem leidvollen und elenden Leben auf der Straße bewahrt werden!

 

Diese wichtige Kampagne wird in Targu Jiu von der rumänischen Organisation Pro Animals Romania durchgeführt. Über den Stand des Verlaufes - wie Bilder und Zahlen – warden wir in regelmäßigen Abständen auf der Webseite der Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung berichten. 

 

Bitte helfen Sie uns dabei, möglichst viele Spenden zu bekommen, damit viele Tiere während dieser Kampagne kastriert werden können. Jedes ungeborene Leben ist ein gerettetes! 

 

Der Flyer darf im Original sehr gerne ausgedruckt und verteilt werden!

 

Wer helfen möchte, kann seine Spenden auf folgendes Konto überweisen:

 

Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung 

Taunus-Sparkasse Bad Homburg

IBAN: DE25 5125 0000 0001 1206 20

BIC: HELADEF1TSK   

Verwendungszweck: Kastrationen PAR

 

Download
Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung Kastra
Adobe Acrobat Dokument 3.4 MB

 

Kastrationsaktion in Rumänien

Oktober bis Dezember 2016 –  Kastrationsprogramm in Suceava geht weiter

 

Nachhaltige Tierschutz-Arbeit – nach diesem Credo arbeitet die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung. Deshalb fördern wir besonders Kastrationsprogramme im In- und Ausland.

 

Von Oktober bis Dezember 2016 fand ein großes Projekt in Suceava in Rumänien statt, das von dem Verein Berner Sennenhunde in Not finanziert wurde.

 

Hunde und Katzen, die von Tierfreunden in und um Suceava privat versorgt werden, wurden von diesen in eine Tierarztpraxis vor Ort gebracht. Im Rahmen dieser Aktion wurden 157 Hündinnen und 43 Rüden sowie 52 Katzen und 15 Kater kastriert. Nur durch Kastrationen wird Tierelend dauerhaft verhindert und es wird ein nachhaltiger Beitrag zum Tierschutz geleistet.

 

Deshalb ist uns die Förderung von Kastrationsprogrammen so wichtig! Bitte unterstützen Sie uns dabei auch weiterhin mit Ihrer Spende.

 

 

 

Kastrationsaktion in Rumänien

Juli 2016 –  Kastrationen in ländlichen Regionen

 

Im Juli beginnt eine neue Phase eines Kastrationsprojektes in Rumänien mit dem Namen “Proiectul de Nord-PRO Castrare catei“. Die Aktion wird von dem rumänischen Tierschutzverein PROANIMA in den ländlichen Gemeinden im Umkreis von Suceava bis zur ukrainischen Grenze durchgeführt.

 

Im Rahmen des letzten, u.a. von der EU geförderten Kastrationsprojektes in der Gegend um Suceava, das über den Zeitraum von eineinhalb Jahren lief, wurden 400 Hunde kastriert, davon waren 75 Prozent Hündinnen.

 

Über das neue Projekt werden Hunde und Katzen mit und ohne Besitzer kastriert. Es umfasst die kostenlose Sterilisation, Tollwutimpfung, Behandlung gegen Parasiten und die Kennzeichnung mit Microchip.

 

Daraus resultiert eine Reduzierung der Geburtenzahlen und somit weniger ausgesetzte Tiere und damit weniger Leid. Es ist ein Gesundheitsbeitrag für Tiere und Menschen auf dem Lande, denn einige der Parasiten sind auch auf den Menschen übertragbar.

 

Im September wird eine zweiwöchige Kastrationsaktion in der Gemeinde Adincata, nördlich von Suceava, durchgeführt. Es ist eine arme Gegend. Die Gemeinde verfügt nicht über eine Kanalisation, das Wasser wird noch von den Brunnen geholt. Der örtliche Tierarzt, der selbst keine Sterilisationen durchführt, stellt uns für die Kampagne zwei Räume seiner Praxis zur Verfügung.

 

Die leitende Tierärztin kommt vom Tierärztepool aus Deutschland. Unterstützt wird sie von einer rumänischen Studentin der Tiermedizin, die gerade ihr Staatsexamen abgelegt hat, von zwei Helfern und einigen Freiwilligen.

 

Bitte, helfen Sie durch einen kleinen Beitrag mit, dass unzählige, unerwünschte Welpen gar nicht erst geboren werden; denn sie haben keine Chance - weder auf der Straße noch in einem Tierheim.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer!

 

 


 

Kastrationsaktion in Rumänien

März 2016 –  Das Leiden geht weiter, aber der Tierschutz bleibt dran!

 

 

Seit fast 2 Jahren ist in Rumänien das Töten von Streunertieren wieder legalisiert. Sinnlose, geldverschlingende Einfangaktionen verursachen tausendfache Tierquälerei, lösen das Problem aber nicht. Städtische Lager sind eine einzige Qual für die Tiere. Hunde vegetieren zusammengepfercht auf wenigen Quadratmetern, bis sie der Tod irgendwann erlöst. Tierschützer müssen immer wieder betteln und zu Kreuze kriechen, um Zutritt zu den Tieren zu bekommen. Ein unhaltbarer Zustand.

 

Im Brennpunkt Suceava torpedieren auf Stückzahlen ausgerichtete Fangaktionen der Stadt jegliche sinnvolle und humane Tierheimführung. Das ohnehin schon überfüllte, baufällige Tierheim mit engen Zwingern ist eine einzige Qual für die Hunde, wenn ihnen nicht die Möglichkeit der Vermittlung geboten werden kann. Die Todeszahlen durch Krankheitsdruck und Beißereien, verursacht durch Stress, sind immens. Von September 2014 bis Ende 2015 starben dort 1936 Hunde eines sog. „natürlichen Todes“, zusätzlich wurden dort 593 Tiere eingeschläfert, insgesamt 4912 Hunde wurden eingefangen. Diese Zahlen entstammen einem offiziellen Statement des dortigen Bürgermeisters, der das Problem in der Stadt nicht als gelöst ansieht. Und er will weiterhin einfangen lassen.   

 

Zusammenarbeit mit den Behörden ist wichtig, aber ausländische Tierschützer dürfen nicht zum Handlanger dieser tierverachtenden Verfahrensweisen gemacht werden, nur um geduldet zu werden. Sobald Kritik aufkommt an Einfangzahlen und -methoden drohen Rausschmiss und Tötung der Tiere. Dass Hundeeinfangen nur bei Beschwerden der Bevölkerung Sinn macht und nicht wahlloses Einsammeln geht einfach nicht in den Kopf des Bürgermeisters von Suceava. Warum wohl…

 

Wenn man von deutschen Spendern städtische Lager mitfinanzieren lassen will, sollten diese Tierheime komplett in die Hand des Tierschutzes gegeben werden mit entsprechender langfristiger vertraglicher Absicherung. Auch das Hundeeinfangen gehört dann in die Hand des Tierschutzes. Stopp bei Überbelegung des Tierheims statt Tötungen, um Platz zu schaffen für Neuankömmlinge. Regelmäßige Bestandspflege der Tierheimhunde und Adoptionsprogramme im In- und Ausland müssen die Lebensqualität der Hunde sichern und ihnen eine Zukunft ermöglichen, denn rumänische Lager sind kein tierschutzgerechter Daueraufenthaltsort für Hunde. Die Bedürfnisse eines Hundes sind mit Futter einmal am Tag - wenn überhaupt - und Einsperren in einer stressigen Hundegruppe in einem engen Zwinger nicht zu erfüllen. Kastrationsprogramme müssen als flankierende Maßnahme in Zusammenarbeit mit regionalen Tierärzten verstärkt durchgeführt werden. Die Einbeziehung einheimischer Tierärzte führt zu einer besseren Akzeptanz in der Bevölkerung. Deutsche Sponsoren sind erforderlich für die notwendige Hilfestellung und sollten die rumänischen Tierfreunde fördern und unterstützen. 

 

Hier setzen jetzt in Suceava mehrere Vereine in einer Kooperation an der Wurzel des Problems an – bei der Entstehung ungewollter Haustiere. Nur flächendeckende Kastration, Kennzeichnung und Registrierung aller Besitzertiere wird den Zustrom auf die Straße und damit in das Tierheim stoppen. TASSO e.V., Kids4dogs, die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung, Grund zur Hoffnung e.V. und ein belgischer Förderverein haben in Suceava den jungen rumänischen Verein „Casa lui Patrocle“ bei der Durchführung eines Kastrationsprogrammes für die Tiere der einkommensschwachen Bevölkerung unterstützt.   

In Zusammenarbeit mit einem engagierten rumänischen Tierarzt wurden 101 Hündinnen, 40 Rüden und 60 Kater/Kätzinnen kastriert, gechipt und registriert. Die Tierschützer klären dabei auch die Tierhalter auf über die gesundheitlichen Vorteile der Kastration für ihre Tiere und bringen den Gedanken der humanen Reduzierung der Streunerhunde in die Köpfe der Menschen. Ein regionaler Radiosender und eine TV-Show berichteten über die Aktion. Selbst aus den umliegenden Dörfern kamen die Menschen mit zum Teil mehreren Tieren auf beschwerlichen Wegen in die Stadt. Dies ist umso wichtiger, da man sich nicht nur auf die Stadt konzentrieren darf.

 

Von Streunertieren befreite Reviere werden sehr schnell wieder von Hunden aus dem Umland besetzt, da ihre Zahl abhängig ist vom Vorhandensein von Versorgung. Zudem schreibt das rumänische Gesetz die Kennzeichnung und Registrierung in einem nationalen Register vor, das aber kostenpflichtig ist, da es von der Tierärztevereinigung geführt wird. Viele Tierbesitzer können sich das nicht leisten. Ein TASSO-ähnliches Register READC kämpft derzeit um die Anerkennung. Dies lockt auch Tierbesitzer zu kostenlosen Kastrationsangeboten.

 

In Suceava wird jetzt die nächste Aktion für den Sommer geplant, da nur Kontinuität zum Ziel führen wird. Wir zählen daher weiterhin auf Ihre Spenden. Jeder ungeliebte Hund oder jede ungeliebte Katze, die nicht geboren wird, ist gelebter nachhaltiger Tierschutz.

 

Text von Petra Zipp

TASSO e.V.