Tierheim in Dobrich

 

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen das Tierheim in Dobrich vorstellen und Ihnen einen Einblick in die Arbeit vor Ort geben. Es ist sehr kostspielig, ein Tierheim zu unterhalten und einen nachhaltigen Tierschutz zu betreiben, zu dem ein ganzjähriges Kastrationsprogramm gehört.

 

Wir sind dringend auf Spenden angewiesen und dankbar für jede Unterstützung.

 

 

Aktuelles


 

31. März 2021

 

Heute haben wir den Startschuss für eine gute Zusammenarbeit der Tierheime in Dobrich und Schumen gegeben. Die Tierheimleiterin aus Schumen, Zlatina, der Tierarzt Angel und ich sind morgens vom Tierheim in Schumen mit einigen medizinischen Utensilien im Gepäck nach Dobrich aufgebrochen. Nach knapp eineinhalb Stunden Fahrzeit sind wir dort angekommen und wurden sehr freundlich empfangen. Unsere Mission war es, den alten Hunden, die schon seit Jahren im Tierheim leben, die Zähne zu sanieren und einen Hund mit Tumor zu operieren. Die Zahngesundheit der Hunde ist mindestens so wichtig wie die unsere und wurde leider über viele Jahre von dem deutschen Verein, der das Tierheim betreute, versäumt. Karies und kranke Zähne verursachen nicht nur Schmerzen und beeinträchtigen insgesamt das Wohlbefinden der Hunde, sie können auch Folgekrankheiten und Infektionen hervorrufen.  

 

Jedes Tier in der Obhut der Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung erhält die identische medizinische Versorgung, egal ob es zur Vermittlung steht oder dafür zu ängstlich ist. Jeder Hund wird regelmäßig gegen Parasiten behandelt werden, jeder Hund wird grundimmunisiert werden und seine jährliche Impfung erhalten und medizinisch behandelt, wenn es notwendig ist. Wir mussten leider feststellen, dass unter dem Verein, der das Tierheim vorher betreut hatte, nur selektiv geimpft wurde und Hunde teils offensichtlich über einen langen Zeitraum Schmerzen litten, ohne dass die Ursache abgeklärt wurde. All das holen wir nun nach. 

 

Nach einem kurzen Austausch mit Nikolai, dem stellvertretenden Tierheimleiter und Tatiana, der Dobricher Tierärztin, ging es an die Arbeit. Der Operationsraum, den die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung im Jahr 2019 mit 5.000 Euro finanziert hatte, wurde vorbereitet, das Ultraschallgerät für die Zähne aufgebaut und die Instrumente bereitgelegt. 

 

Während die Tierärzte sich im Operationsraum an die Arbeit machten, führte Nikolai Zlatina über das Tierheimgelände, zeigte und erklärte ihr alles. Die beiden Tierheime sind vollkommen unterschiedlich organisiert, beide Formen haben Vor- und Nachteile. Der Austausch ist wichtig, damit wir voneinander lernen und auf beiden Seiten besser werden können.

 

Unsere erste Patientin war Gali, eine etwa 13-jährige Hündin, die ein Zuhause sucht. Sie hatte einen etwa faustgroßen Hauttumor, den ich bei meinem Aufenthalt im Tierheim in der vorhergegangenen Woche entdeckt hatte. Tatiana assistierte Angel beim Entfernen des Tumors, danach wurden der armen Gali die Zähne gereinigt und drei Zähne und eine Mini-Warze am Augenlied entfernt. Sie bekommt nun über einige Tage Schmerzmittel und dann wird es ihr viel besser gehen! Sie wird in Kürze geimpft und steht dann auch zur Vermittlung! 

 

Die nächste Patientin war Rosy, eine sehr liebebedürftige, etwa 11-jährige Hündin mit massiven Knieproblemen. Vergangenen Samstag ließen wir Röntgenbilder anfertigen, da sie ein sehr auffälliges Gangbild zeigt. Ihre Knie sind kaputt und man wird daran nichts mehr ändern, aber sie sollte regelmäßig Schmerzmittel erhalten. Hierfür suchen wir Paten, denn dafür benötigen wir etwa 30 Euro im Monat. Rosy wurden die Zähne gereinigt und einige kariöse Zähne entfernt. Auch sie steht zur Vermittlung und würde sich freuen, ihren Lebensabend in einem liebevollen Zuhause zu verbringen. Aufgrund ihres Handicap sollte dieses ebenerdig sein, da sie keine Treppen laufen kann. Lange Spaziergänge wird sie nicht meistern können, aber kürzere Ausflüge und viele olfaktorische Eindrücke wären wunderbar für sie. Rosy hat mittlerweile eine Pflegestelle in Deutschland gefunden und hat sogar schon Interessenten!

 

rechts: Rosy in ihrer Pflegestelle in Deutschland

 

unten: Rosy noch im Tierheim in Dobrich


Nach Rosy kam die liebe Dolly an die Reihe. Sie soll schon 12 Jahre sein und auch hat in ihrem Leben noch keinen „Zahnarzt“ gesehen. Viele Zähne mussten daran glauben, aber in einigen Tagen wird es ihr besser gehen. Aktuell bekommt sie natürlich regelmäßig ein Schmerzmittel. Dolly ist eine eher ruhige, aber sehr freundliche Hündin, für die wir uns ein Zuhause wünschen, indem sie noch einmal erleben darf, dass ein Hundeleben auch schön sein kann! Ihr linkes Auge ist schon trüb, ob sie noch Schattierungen sehen kann oder schon vollkommen blind auf dem Auge ist, können wir leider nicht sagen, aber sie findet sich auch mit einem Auge sehr gut zurecht.


Dann kam Maria Velikova, die langjährige Tierheimleiterin und eine der Vorkämpferinnen des Tierschutzes in Bulgarien, um ums Frühstück zu bringen und wir tauschten uns aus. 

 

Cherie ist ein lieber Schatz, der schon elf lange Jahre im Tierheim leben soll. Sie zählt zu unseren Notfällen und wir werden alles daransetzen, dass diese alten Hunde, die in ihrem Leben noch nie etwas Schönes erlebt haben, noch einmal die Chance bekommen, das Tierheim zu verlassen und verwöhnt zu werden. (Cherie hat mittlerweile eine Endstelle gefunden und ist gut in Deutschland angekommen!)

Nach Cherie war Lora an der Reihe. Sie ist noch nicht so alt, aber auch ihr mussten einige Zähne entfernt werden, die schon tot und verfärbt waren. Die Vorsorge, das Entfernen von massivem Zahnbelag, ist sehr wichtig, um die Zähne so lange wie möglich erhalten zu können. Lora ist noch ein wenig ängstlich bei fremden Menschen, aber wir hoffen, dass auch sie bald die Möglichkeit hat auszureisen. 

 

Danach kam eine kleine Hündin an die Reihe, Reny, die aus medizinischen Gründen rekordverdächtig war und ihren Weg ins Guinessbuch der Rekorde finden könnte, allerdings nicht unbedingt positiv. Ihm mussten sage und schreibe 21 Zähne entfernt werden. Alle Zahnpatienten, die nun so gut wie keine Zähne mehr haben, werden jetzt im Auslauf für alte Hunde untergebracht und sie bekommen zukünftig eingeweichtes Trockenfutter gemischt mit Nassfutter.

 

links: die liebe Reny

 

unten: gezogene Zähne


Der nicht mehr ganz junge Rüde Schischo zeigte ein ganz schreckliches Gangbild und wurde am Samstag geröntgt. Nicht nur seine Vorderpfote ist schief, die Röntgenbilder zeigen auch eine alte Oberschenkelfraktur. Bei einer so alten Fraktur kann man leider nichts mehr korrigieren und er muss mit diesem Handicap leben. Aber wir haben wenigstens seine Zähne saniert und das war auch höchste Zeit. Sicher hatte er lange Zahnschmerzen, die nun endlich der Vergangenheit angehören.

Nun ist Schischo bereit für eine Vermittlung. Er soll es noch einmal richtig schön haben und wir suchen für ihn ein ebenerdiges Gnadenplätzchen. Die regelmäßige Gabe von Schmerzmitteln wäre für seine alten Knochen gut und würde ihm das Leben erleichtern. Da Schischo keine langen Spaziergänge mehr machen kann, wäre ein kleiner Garten für ihn wünschenswert, damit er sich auch einmal in die Sonne legen kann.

 

Der nächste Zahnpatient war der kleine Eli, ein niedlich aussehendes „Plüschhündchen“. Eli zeigte sich als ganz ruhiger, eher zurückhaltender Geselle und lebt mit den Senioren in einem Auslauf. Auch Elis Zähne wurden von massivem Zahnstein befreit und ihm mussten diverse Zähne gezogen werden. Sein linkes Vorderfüßchen ist vollkommen verdreht, so dass er es kaum benutzen kann. Laufen fällt ihm ein wenig schwer, weshalb auch er keine langen Spaziergänge mehr wird machen können. Für ihn suchen wir ebenfalls ein liebevolles Zuhause, ebenerdig und mit Gärtchen, damit der anspruchslose Opi endlich glücklich wird und noch einmal erfahren darf, wie sich ein weiches Körbchen und gute, häusliche Fürsorge anfühlt.

 

Milda kam als letzter Hund an diesem Tag auf den Behandlungstisch. Nach über acht Jahren im Tierheim war Mildas Gebiss in einem fürchterlichen Zustand. Ihre Zähne wurden mit einem Ultraschallgerät von massivem Zahnstein befreit und dann kam das ganze Ausmaß erst richtig zutage. Die Zähne waren größtenteils schon abgestorben und wurden nur noch vom Zahnstein an ihrem Platz gehalten. Sie sind fast schon von selbst ausgefallen…... :-(( Milda ist nun bereit für die Vermittlung, denn wir sind der Ansicht, dass acht Jahre Tierheim wirklich mehr als genug sind!

 


 

Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns, sind aber doch froh, dass wir uns nun ganzheitlich um die Hunde im Tierheim in Dobrich kümmern und das Tierheim vor allem medizinisch auf einen ganz anderen Stand bringen können! 

 

Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende unter dem Stichwort „Tierheim Dobrich“, denn dies erfordert nicht unerhebliche Mittel.

 

IBAN: DE25 5125 0000 0001 1206 20

BIC: HELADEF1TSK

 


 

Liebe Tierfreunde und Unterstützer,

 

wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Hilfe, dank der wir mittlerweile alle Hunde im Tierheim in Dobrich grundimmunisierten konnten! Alle Hunde verfügen nun über ihren Impfschutz, auch diejenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht zur Vermittlung stehen. Denn in der Obhut der Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung erhält jedes einzelne Tier dieselbe Behandlung!

 

 

Februar 2021: Dobricher Hunde suchen ihren Impf-Schutzengel

Liebe Tierfreunde und Unterstützer, 

 

wie wir Ihnen auf unserer Homepage vor etwa einem halben Jahr mitgeteilt haben, hat sich der deutsche Verein, der das Tierheim in Dobrich während der Finanzierung durch die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung seit 2014 betreut hatte, kurzfristig zurückgezogen.  

 

Die Impfungen sowie die medizinische Versorgung lagen im Aufgabenbereich des deutschen Vereins. Die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung hat nun zu dem finanziellen noch ein medizinisches Controlling eingeführt und musste leider feststellen, dass viele der Hunde im Tierheim keinen Impfschutz haben und diejenigen, die nicht zur Vermittlung stehen, außer gegen Tollwut gar nicht geimpft wurden.  

 

Dieses Problem muss die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung nun dringend angehen, was in der Konsequenz natürlich auch heißt, dass hier mehr Kosten entstehen. 

 

Leider herrscht in Bulgarien ein massiver Infektionsdruck, da hier die wenigsten Hundehalter ihr Tier impfen lassen und es Tausende von herrenlosen Hunden gibt. Derzeit beherbergt das Dobricher Tierheim etwa 180 Hunde, sodass die schnelle Ausbreitung von Infektionskrankheiten bei Ausbruch nicht verhindert werden könnte. Daher sind eine Grundimmunisierung sowie die jährliche Auffrischimpfung das absolute Minimum. 

 

Für die Grundimmunisierung benötigen wir pro Hund 20 Euro, da er in einem gewissen zeitlichen Abstand zwei Impfungen erhalten muss. Die anschließende jährliche Auffrischimpfung kann bereits für 10 Euro im Jahr realisiert werden. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Hunde aus Dobrich vor, die noch ihren Impf-Schutzengel für die Grundimmunisierung suchen. Mehr Informationen zum Thema "Spenden" und den Ausdruck einer Spendenbescheinigung erhalten Sie hier.

 

Wie können Sie die Impf-Aktion in Dobrich unterstützen?

 

Spenden Sie einen Betrag Ihrer Wahl zweckgebunden:       

Verwendungszweck: Projekt Impfschutz

 

oder

 

ermöglichen Sie die Impfung für einen bestimmten Hund:  

Verwendungszweck: Projekt Impfschutz + Name des Hundes

 

 

Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung

 

IBAN: DE25 5125 0000 0001 1206 20

BIC: HELADEF1TSK

 

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Sie können auch per Paypal spenden: info@bernd-stephan-tierschutz-stiftung.de

 


Diese Tierheim-Bewohner suchen ihren Impf-Schutzengel

Terra

 

Lisa

 

Boogie

 

Benji

 

Karla

 


Whity

 

Hugo

 

Brody

 

Belita

 

Bimbo

 


Abby + Bebe

 

Chikita

 

Bella

 

Hanni

 

Nanni

 


Amigo

 

Barbie + Bambi

 

Bodo

 

Damian + Daisy

 

Dina

 


Dixi

Freya + Preya

 

Izzy

 

Largo + Celina

 

Lora

 


Lupo

 

Madoc

 

Masha

 

Oxy

 

Sabo

 


Sina

 

Struppi

 

Syndi

 

Tasha + Salwa

 

Torn

 


Tim

 

Tasha

 

Sivka

 

Seppi 

Ruby

 


           Rafi

Kadi

 

Gringo 

Billi

 

        Raya


Kelsy

 

Jerri

 

Hanni

 

Gabbi 

Bobo

 


Bella 

Arpad

 



Januar 2021: Impressionen - Wintereinbruch in Dobrich


August 2020: Die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung finanziert weiterhin das Tierheim in Dobrich in Bulgarien

 

Seit vielen Jahren haben Bernd Stephan und die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung das Tierheim in Dobrich finanziell unterstützt.

 

Im Jahr 2014 wollte der deutsche Verein Streunernothilfe Grenzenlos e.V. dieses Tierheim übernehmen und hat die Verantwortung für dieses bulgarische Tierheim zugesagt. Bernd Stephan hat die Vollfinanzierung für das Tierheim in Dobrich mit etwa 600 Hunden übernommen. Die Zahlungen gingen an den oben genannten Verein.

 

Diese anfangs bestehende Vollfinanzierung der laufenden Kosten wurde nach wenigen Jahren auf etwa 85 Prozent reduziert. Die Differenz trug der deutsche Verein, der inzwischen entsprechende Einnahmen über Tiervermittlungen generierte.

 

Die laufenden Kosten setzen sich zusammen aus Gehältern für die Mitarbeiter in Dobrich inklusive Tierärztin, Futter, Medikamente, Pacht für das Gelände, Wasser und Elektrizität, laufende Kosten für das Tierheimauto.

 

2019 wurde auf Bitten der Streunernothilfe Grenzenlos e.V. von der Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung noch ein neuer Operationsraum für 5000 Euro vollfinanziert.

 

Leider zieht die Streunernothilfe Grenzenlos sich nun kurzfristig und für uns völlig überraschend zum 31. August 2020 aus dem Projekt zurück.

 

Die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung nimmt ihre Verantwortung den Tieren und Mitarbeitern gegenüber jedoch sehr ernst und steht zu ihrem Wort. Sie wird das Tierheim in Dobrich nicht im Stich lassen und wird weiterhin die Versorgung der Hunde monetär sicherstellen sowie die Finanzierung von Kastrationen von Hunden und Katzen im Tierheim.

Die monatlich anfallenden Kosten sind nicht unerheblich, weshalb wir Sie bitten, das Tierheim mit einer Spende unter dem Stichwort "Tierheim Dobrich" zu unterstützen. Für jede Hilfe sind wir dankbar.

 

Die Bernd-Stephan-Tierschutz-Stiftung dankt der Tierheimleiterin Maria Velikova, die sich seit über 20 Jahren unermüdlich für die bedürftigen Tiere in ihrem Heimatland Bulgarien einsetzt und dem Tierheim-Team vor Ort, das 365 Tage im Jahr für die Hunde und Katzen in ihrer Obhut da ist.